Projekte

Unsere Partnerprojekte und Einsatzstellen

Argentinien:

Buenos Aires:
–      
Desarollo a traves del Deporte (DAD): Sportsozialprojekt. Sport als Alternative zu Drogen und Gewalt im Armenviertel: Mittels Fussball und anderen Mannschaftssportarten sollen Werte (wie Fairness, Respekt, Verantwortungsgefühl, Teamgeist, Disziplin, Sportmanship, Zielorientierung, gesunde Lebensführung, etc.) vermittelt werden. In den Trainingspausen werden offene und interessante Themen angesprochen und mit den Jugendlichen diskutiert (Thema der Woche: z.B. Schule, Drogen, Gewalt, Aids, Kinderrechte, Globalisierung, Umweltschutz). Gesuchtes Profil des Freiwilligen: Sportbegeistert, kommt in einer pulsierenden Millionenstadt wie Buenos Aires zurecht, verantwortungsbewusst, zuverlässig, Vorbildcharakter. Vormittags Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe; nachmittags Training (Fussball, Handball und Hockey) und Samstags manchmal Turnierspiele mit Taktikschulung und Mannschaftsbesprechung (Selbstwert der Kinder stärken). Mithilfe auch bei organisatorischen Dingen. Wichtig: Es ist kein Sportprojekt, sondern ein Sozialprojekt, das den Sport sinnvoll einsetzt, um sozialpolitische Ziele zu erreichen. Es geht also nicht um sportliche Glanzleistungen und Siege, sondern um menschlichen und sozialen Fortschritt. „Man lebt, wie man spielt!“, also: Stell die Gewalt ins Abseits und zeig den Drogen die rote Karte.   (3 bis 4 Stellen)

 

         –>  Che Pibe. Kindertagesstätte und politisches Jugendhaus im Armenviertel. Bildung (Nachhilfe & Hausaufgabenbetreuung), Workshops und sinnvolle Freizeitgestaltung in 3 Teilprojekten (Jugendhaus, Kindertagesstätte und Kindergarten). Basteln, Musik-AG und Fussballtraining. Unsere Freiwilligen haben eine Sportliga für Jugendliche aus den angrenzenden Armenvierteln organisiert, die sehr gut läuft. Im Sommer Mitarbeit als Ferienlager-Betreuer der Kinder. Es gibt auch eine kleine Film-AG, die selber kleine Filme dreht. Auch hier kann sich der Freiwillige einbringen und gemeinsam mit den Kids ein Filmprojekt auf die Beine stellen. Zur Zeit wird mit den CARTONEROS (Müllsammlern) ein interessantes Pilotprojekt gestartet. Einmal wöchentlich „Social Outreach-“ Programm gemeinsam mit argentinischen Studenten. Freundschaftlicher und aufmerksamer Gesprächspartner für Kinder und Jugendliche sein, sozialpolitisches Interesse erwünscht, ein wirklich tolles Projekt  (2 – 3 Stellen).
http://www.youtube.com/watch?v=x_gB9G-10Os

Jujuy (Nordwestargentinien):

–>DarLoCab. Facettenreiche Kindertagesstätte im Armenviertel von Jujuy. Ziel: Prävention, damit die Kinder aus Armenfamilien nicht zu Straßenkindern werden. Aufgaben: Bildung , Workshops und sinnvolle Freizeitgestaltung (z.B. Schach spielen, Sport, Tanz). Es gibt eine eigene kleine Bibliothek, wo die Lesefertigkeiten der Kinder geschult werden sollen. Im Sommer: Organisation einer Sportolympiade für benachteiligte Kinder. (2 Stellen)

— CERES  ist ein Kindergarten mit Ganztagsprogramm im Armenviertel von Jujuy. FW geben Nachhilfe, machen regelmäßig Familienbesuche und unterstützen die angeschlossenen Kinderzentren im Armenviertel. Ferner kann mit den Jugendlichen eine wöchentliche Radiosendung für den offenen Kanal umgesetzt werden. Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft, Kinder als Akteure fördern (1 Stelle).

— Taubstummenschule bzw. Projekt für hörgeschädigte Kinder: CLAMOR. Unterstützung der lokalen Taubstummenschule und des Sportprojekts für Behinderte. Freiwillige können auf Wunsch die Zeichensprache lernen. Hier solltest Du schon gut Spanisch sprechen können, damit Du Dich auf das Erlernen der Taubstummensprache konzentrieren kannst (1  Stelle).

—————————————————–

Bolivien:
La Paz (Armenviertel in El Alto)
Teatro Trono (COMPA). Ursprünglich eine Theaterschule für Strassenkinder. Mittlerweile ein Kulturhaus im Armenviertel mit breitgefächertem Angebot in der Schnittfläche zwischen Kunst und Sozialarbeit. Das Projekt betreibt „Sozialarbeit im Verbund“, d.h. es kooperiert mit unterschiedlichen Einrichtungen zum Wohle der Kinder der Stadt. Neben den Workshops im Kulturhaus, unterstützen die Freiwilligen die mobile Schule für Straßenkinder, organisieren das Freizeitprogramm für Taubstumme und geben Gitarrenunterricht im Gefängnis – oder Selbstverteidigung für Mädchen im Armenviertel. Ansatz: Theater als erfolgreiche und kreative Form der Sozialarbeit. Die Kinder und Jugendliche schreiben oft ihre Texte selber (hilft bei der Verarbeitung traumatischer Erfahrungen), proben in Gruppen (Teamwork, Gruppengefühl, Sprachverständnis) und führen die Stücke schließlich auf (Selbstwert, Horizonterweiterung, Multiplikation). Einmal im Jahr findet mit einem Theater-LKW eine Bildungs-Theater-Tournee durch Bolivien statt, wo in verschiedenen Armenviertel aufgetreten wird. Achtung: Das Projekt liegt auf 4200 m Höhe. Wir haben dort die höchstgelegene Freiwilligen-WG der Welt!  (2 Stellen).

In Santa Cruz  arbeiten unsere FW  (2 Stellen). In Calle Cruz, einem vorbildlichen Straßenkinderprojekt, engagiert sich 1 FW für die Re-Integration der Kinder über mehrere Stufen hinweg.

In Cochabamba leistet das Colectivo Katari eine ganz ähnliche Arbeit wie COMPA, nur mit dem Schwerpunkt auf Marionetten-Theater und Musik. Freiwillige sollten Interesse und Talent im kreativen Bereich mitbringen (Theater, Musik, Kunst, etc.) und in einem kleinen, familiären Verbund zurechtkommen. Ex-FW Claus hat einen schönen Kurzfilm darüber gedreht (siehe rechte Spalte). Und hier eine Selbstvorstellung von Katari (auf Spanisch):  http://www.youtube.com/watch?v=tA-3q77z4jc.
Das Kindersozialprojekt CAICC kümmert sich um Kinder, deren Mütter im Frauengefängnis sitzen (evtl. 1 Stelle).

In Sucre, eine liebenswerte Universitätsstadt, unterstützen wir eine Kindertagesstätte (CERPI) im Armenviertel. Aufgaben: Nachhilfe, Hausaufgabenbetreuung, mobile Schule, Schach-AG, Tanzen, Sport, Theater (insgesamt 2 Stellen).

In Tarija, einer warmherzigen und lebensfrohen Stadt im Süden von Bolivien (nahe Argentinien), helfen 2 FW in einem Jugendbildungsprogramm für benachteiligte und arme Kinder und Jugendliche (EDYFU): Bildung, AGs, Nachhilfe, Freizeitgestaltung, Musikunterricht, Theater, Sport und Fremdsprachen. Da wir dieses Projekt aktuell zum ersten Mal unterstützen, befinden wir uns hier noch in der Aufbauphase. Die ersten Erfahrungen und Rückmeldungen sind aber sehr positiv und interessant.

——————————————————–

Dominikanische Republik. 2-4 Freiwillige können hier bei einem Sportsozialprojekt mithelfen. Durch Fußball sollen Werte wie z.B. Respekt und Fairness an Kinder und Jugendliche vermittelt werden. So geht es bei einem Spiel nicht ums Gewinnen, sondern um das beste Zusammenspiel. Weitere Informationen folgen.

————————————————-

Mexico.

–>San Cristobal de las Casas (Chiappas, ärmste Region Mexicos). Melel. Straßenkinderprojekt. Breites Tätigkeitsfeld — auch im projekteigenen Kindergarten Araumacos. Du solltest neben Anpassungsfähigkeit und Einsatzfreude auch eigene Ideen und Talente mitbringen und genug Selbstdisziplin, um eigene Workshops umsetzen und durchziehen zu können (1 FW). Spannender politischer Kontext. Tolle Kleinstadt, interessante Umgebung; chillige WG. Einblicke in die problematische Menschenrechtslage der indigenen Bevölkerung, evtl. auch 2 Wochen in einem Bergdorf als Menschenrechtsbeobachter.
Sueninos. Erfolgreiche Kindertagesstätte, die Kindern aus ärmsten Verhältnissen ein besseres Morgen (und den Zugang zu weiterführender Bildung) ermöglichen will (1 Stelle).

———————————————————

Nicaragua
–       Nueva Guinea.
 experimentelle Montessori- Schule JAN AMOS COMENIUS. Unserer Einschätzung nach, eines der besten Bildungsprojekte in Mittelamerika auf lokaler Ebene. Ideal für künftige Lehrer oder Lehramtsstudenten. Aufgaben: Bildung, Unterricht und ergänzende Freizeitgestaltung (z.B. Theater-AG). Wäre toll, wenn mind. 1 FW gut in Mathe & Naturwissenschaften ist, da in dieser ländlichen Gegend sich keine einheimischen Lehrer finden lassen, die diese Bereiche abdecken und die Jugendlichen so keine Chance auf ein Universitäts-Studium haben. Ökologischer Schulgarten. Der Ehemann der einheimischen Schulleiterin Elba ist Deutscher (Gerd) und einer der besten Experten zum Thema „ökologische Nachhaltigkeit / Permaculture“; ergänzender Einsatz zum Schutz der Bio-Diversität und des Regenwaldes. Umfeld sehr ländlich und arm. Die Stadt Nueva Guinea ist recht konservativ geprägt, da sie von Evangelicos gegründet wurde. Von FW wird deshalb ein vorbildlicher Charakter, ordentliche Kleidung und eine solide Lebensführung erwartet. Die Projektleiterin Elba Rivera wurde 2009 als „W8“ ausgezeichnet (Eight Women), also als eine von 8 Frauen weltweit, die den Machthabern der G8 die Blickwinkel der Menschen in Entwicklungsländern vermitteln dürfen.

–      Leon. Ninos del Fortin ist eine vorbildliche Kindertagesstätte für Kinder, deren Familien bei und von der Müllhalde (Fortin) leben. Aufgaben: Organisation einer Bibliothek, um die Lesefertigkeiten der Kinder zu stärken, Nachhilfe, Workshops, AGs (vom Mädchenfussball, über Turnen, Basteln, Schach und Selbstverteidigung). Das SOS-Kinderdorf (Centro Social) unterstützt lokale Kindergärten im Armenviertel, wobei die Hilfe unserer FW sehr willkommen ist (vor allem in La Tortuguitas). Bildung, spielerische Alphabetisierung, Freizeitgestaltung, allgemeine Mitarbeit (z.B. Windeln wechseln) offene Sozialarbeit (unter Einbeziehung der Familien, etc.).Zusammenarbeit mit einem Heim für ehemals drogenabhängigen Kids (Resozialisation).

–     Masaya. Centro Creativo. Selbstverwaltetes Jugendprojekt im Armenviertel Monimbo. Sehr arm, aber sehr interessante Erfahrung unter einfachsten Lebensumständen (das Trinkwasser muß manchmal mit dem Pferdewagen geholt werden). Mitarbeit bei der mobilen Schule. Mischung aus ernsthafter Bildung (Englisch-AG; Gitarren-Unterricht) und kurzweiliger Unterhaltung (Clownerie, Musikschule auf Rädern, etc.). Die Arbeit basiert auf 3 Säulen: Bildung, Kreativität und Ökologie. Back tot he roots. Gefragt sind Organisationstalent, unsterbliche Motivation und eigene Ideen.

–>Matagalpa. Hormiguitas. Vorbildliches Jugendhaus für niños trabajadores (arbeitende Kinder) mit hervorragendem partizipativen Ansatz. Bildung und Freizeitgestaltung. Ärmliche aber schöne Region (mit Bergen), sympathische Stadt.  Mitarbeit in der projekteigenen Mobilen Schule (für Strassenkinder und ärmliche Landbevölkerung).

 

————————————————————

Südafrika.

–> Durban. Streetwise. Vorbildliches Straßenkinderprojekt in 6 Phasen, vom Streetworking bis zur Re-Integration. Schwerpunkt ist die Arbeit im Shelter, ein Schutzhaus außerhalb Durbans, wo die Kinder für 1 Jahr unterkommen und Schritt für Schritt resozialisiert werden. Es gibt ein Fußballplatz, wo täglich 2 Stunden Energie „kanalisiert“ wird. Gesuchtes Profil: Gefestigte Persönlichkeit, verantwortungsbewusst, sportlich; Bereitschaft, die Lebenswirklichkeit von Straßenkindern kennenzulernen (2 FW).

–> Durban. Ethembeni Special School. Schule und Internat für behinderte Kinder (mit kleiner Farm). Aufgaben: Betreuung und Arbeit mit diversen Behindertengruppen. Unterrichtsassistenz, Tischtennis, Therapeutisches Reiten, Freizeitgestaltung, Musik.

–> Harding. Harding Special School. Ausgezeichnete Behindertenschule in ländlicher Region. Viel herzliche Interaktion mit Kindern (von basteln bis Kuchen backen), Nachhilfe, Therapeutisches Reiten, kleiner Öko-Garten,  Schwimmunterricht im kleinen Swimming-Pool. Prima Projektleiter, tolles Eintauchen in afrikanische Community, ärmliches und ländliches Umfeld (2 FW).
—>   Knysna. Jugendhaus im Township. Bildung und Freizeitgestaltung. Pilotprojekt seit Herbst 2009 mit gutem Feedback.

 

—————————————————————

Naher Osten: Palästina / Israel und Osttürkei (neu!)
Die Einsätze im Nahen Osten werden ab sofort von unseren Freunden von Augenhöhe e.V. koordiniert und verantwortet: www.augenhoehe-ev.de. Anfragen und Bewerbungen hierfür bitte direkt an bewerbung@augenhoehe-ev.de

———————————————————–

In vielen unseren Projekten wird die Mobile Schule eingesetzt für Kinder und Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen nicht zur Schule gehen können.

Informiert euch selber mehr dazu: http://mobileschool.org/

 

Unter folgendem Link könnt Ihr euch die Erfahrungsberichte unseres Jahrgangs 2013 durchlesen. Hier findet Ihr eine Auswahl von Projekten und den Alltag vor Ort noch einmal genauer beschrieben:

http://berichte.weltweite-initiative.de/Berichte_JG13/

 

Qualitätskriterien der Einsatzstellen

 Neben einer gründlichen Auswahl, umfassenden Vorbereitung und zuverlässigen Begleitung der Freiwilligen, bemühen wir uns auch um eine hohe Qualität der Partnerprojekte. Bei allen Fehlern und Unzulänglichkeiten, die jedes Sozialprojekt an der Basis in Entwicklungsländer haben mag, verfolgen wir schon den Anspruch, nur mit (möglichst) vorbildlichen Partnerprojekten zu kooperieren (Top 20%). Bei aller Heterogenität der Einsatzstellen und Partnerprojekte im Ausland wollen wir folglich möglichst viele der Gütekriterien (Erfolgsparameter) erfüllt sehen, die wir für sinnvolle Freiwilligendienste auf Augenhöhe als wichtig erachten. Diese werden in folgender Zieldefinition (bzw. Checkliste) deutlich: Wir wollen kooperieren mit- möglichst vorbildlichen und unterstützenswerten Kleinprojekten in Entwicklungsländer aus dem sozialen Bereich, die direkt an der Basis (also auf Graswurzelebene z.B. in sozialen Brennpunkten) arbeiten und so Bedürftigen vor Ort mittels sozialpraktischer Tätigkeit unmittelbar und nachhaltig helfen; und die durch ihre innovative Ansätze, Ideen und Praktiken leuchtenden Modell-Charakter für andere Kleinprojekte entwickeln können (Prinzip der Übertragbarkeit; Lokale Lösungen für lokale Probleme). Das Projekt sollte:- eindeutig gemeinnützig, sozial und sinnvoll sein (Non-Profit)- mit einem nachvollziehbaren Konzept ein konkretes, lokales Problem adressieren- die Lebensumstände von bedürftigen und benachteiligten Menschen und Gruppen spürbar verbessern- bereits seit mehreren Jahre laufen (also eine gewisse „Funktionstüchtigkeit“ bewiesen haben)- Von einheimischen Fachkräften (mit Herz und Verstand) kompetent geleitet werden- nachhaltig ausgerichtet sein – also (auch längerfristig) Sinn machen- den hier und in unserer Satzung genannten Kriterien entsprechen- ein menschlich warmherzige Atmosphäre schaffen, fernab von weltanschaulicher Indoktrination und religiöser Missionierung- eine Möglichkeit, der sinnvollen, regelmäßigen, sozialpraktischen Mitarbeit von Freiwilligen und Dienstleistenden bieten- eine angemessene Anleitung und Betreuung der Freiwilligen im Projekt sicherstellen- Lernprozesse, soziales Handeln und kritisches Hinterfragen möglich machen- Einblicke in entwicklungspolitische Zusammenhänge bieten und unmittelbar erfahrbar machen

– Mitgestaltungsspielraum für Freiwillige eröffnen, ihre Talente und Ideen mit einzubringen

– Völkerverständigung, sowie demokratische und partizipative Strukturen und Initiativen fördern.

———————————————————–

Schreibe einen Kommentar